Archiv des Autors: susanneindia

Avatar von Unbekannt

Über susanneindia

Auf der Suche nach Inspiration für mein weiteres Leben! Mittlerweile, leider aber wahr über 30 Jahre! Stolze Mama eines aufgeweckten Sohns, der nicht mehr allzulange Zeit hat bevor die Schule beginnt! Jobtechnisch ziemlich gebeutelt und in einer ziemlichen Krise! Es war mal mein Herzblut, nur wo ist das hin! In mehreren Beziehungen kläglich gescheitert... Aber das gehört wohl zum Leben dazu! Somit führe ich mit meinem Sohn ein ziemlich selbstbestimmtes und eigenstängiges und unabhängiges Leben... Wobei meine emotionale Unabhängigkeit noch ausbaufähig ist... Und sonst, würde es noch einiges über mich zu sagen geben, aber das erfahrt ihr sicherlich in meinem Blog, natürlich nur wenn ihr ihn regelmäßig lest...

29. März Trekkingtour

Standard

Um 6 Uhr morgen quälten wir uns heute schon aus dem Bett und gingen mit einigen anderen auf Trekkingtour. Nur die “einfache“ und nur bis Mittag! Von unserem Homestay aus ging es los… zuerst recht human und dann immer steiler.
Der Ausblick auf die mit Nebel behangenen Teefelder war wirklich wieder wunderschön.
Heute ist Sonntag, deshalb Arbeitet niemand in den Teefeldern.
Die Arbeiter bekommen für 20kg 110 Rupee, normal können an einem Arbeitstag 70 kg gepflückt werden!
Ganz oben auf 2100 m bekamen wir ein Picknik serviert. Soweit oben ist viel Farn und Steine zu finden, aber kein Tee mehr.

Der Weg nach unten war mega anstrengend, kein wirklicher Weg und nur trockenes rutschiges Erdreich und Steine. Meine Kniee haben ganz schön gelitten und meine Zehen auch. Elias ging an der Hand und auf dem Arm von unserem Guide! Was für Elias die sicherste und die lustigste Variante war.
Kaffee und Cardamom.haben wir auf dem Rückweg auch noch gesehen und Elefantenk…
Halb verrottet. Also ist was dran, das während der Regenzeit hier Elefanten frei herumlaufen. Der Guide hat es uns auch bestätigt, da es wohl viel frisches Gras und Bambus für die Tiere während des Regens hier gibt.

image

image

image

image

image

Ich glaube Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
Die Bilder sind echt gut geworden, hätte ich noch eine richtig gute Kamera dabei, wäre es wohl kaum zum aushalten gewesen so toll ;)!
Jeder der Tee und Berge mag sollte einmal in seinem Leben hier gewesen sein…

Munnar

Standard

image

image

image

image

Nach einem leckeren Frühstück, Toast mit Marmelade, Sweet Porota und verschiedenen Tees, waren wir frisch gestärkt und bereit für einen Ausflug.
Mit der Rikscha ging es von 1500 m auf 1850 m zuerst durch die Stadt Munnar und dann durch wunderschöne Plantagen, bis zur Topstation.

Ich war echt gerührt von der Schönheit der Natur…
Wir sahen einen riesigen Baum mit vielen Bienenwaben daran. Kein Mensch kommt hinauf um den Honig zu holen 🙂 und die Bienen sammeln wohl fleissig weiter. Vieles ist hier mit Blumen übersät.
In Mitten der Berge gibt es zwei grosse Seen, die aus Regenwasser bestehen. Jetzt während es nicht so viel regnet wird das Wasser angestaut. Während des Monsuns sind die Schleusen geöffnet.
Viele Inder vergnügen sich Samstags und Sonntags darauf und leihen sich Trettboote und bekommen lustige Feststoffrettungswesten dafür angezogen.
Die Strassen sind sehr eng und immer wieder kreuzen Kühe unseren Weg. Auch Gerölllawinen sind keine Seltenheit. Aber auch wenn die Strasse noch so schmal, der Geröllhaufen noch so gross und der Abhang noch so tief ist, alles fährt wild hupend darum herum!
Wir konnten Frauen sehen die den Tee ernten. Sie schneiden mit einer Spezialschere und einem angebauten kleinen Körbchen nur die oberen hellgrünen 3-4 Blätter weg. Nach ca. Drei Wochen kann erneut geerntet werden.
Während des Monsuns müssen teils wohl “Chemikalien“ verwendet werden um aufkommen des Unkraut zu verhindern.
Allerspätestens alle 5 Jahre müssen die Teepflanzen ziemlich arg zurückgeschnitten werden damit sie neu austreiben, den nur die hellgrünen Blätter können für Grünen bzw. schwarzen Tee verwendet werden.

Immer wieder waren an den Breiteren Stellen der Stasse kleine Märkte aufgebaut. Es gab Holzschmuck, geschnittes Obst, natürlich Tee in den unterschiedlichsten Qualitäten zu erwerben.
In Munnar werden auch Schokoladen und Kaffeepflanzen angebaut. darum gab es auch eine Vielzahl an Handmade Schokolade 😉 überall natürlich auch zuerst zum probieren.
LECKER!!!

Auch für einen kleinen Ritt auf dem Pferd waren die Inder für ein paar Rupee s zu haben. Wir betrachteten uns das Schauspiel, welches uns bot. Die Damen in ihren Saris auf Pferden und mitten drin, wir mit unserer hellen Haut, die immer wieder bestaunt und angefasst werden musste.
Eine ältere Dame küsste Elias sogar, verneigte sich Mund machte sich ein Kreuzzeichen!

Der Ausblick war immer wieder unbeschreiblich schön. Die Sicht ist hier meist aber nur nach Regen klar. Trotzdem sooo schön!
Während des Monsuns leben hier manchmal auch wilde Elefanten.
Ich konnte es selbst kaum glauben, aber ich habe Fotos gesehen und konnte auch Schilder davon erspähen. “Elefant crossing!“

Elias und ich konnten an einer Stelle auch direkt durch die Teeplantagen spazieren. Was für ihn der Hit war, den er konnte sich gut verstecken…. Er durfte dann auch wieder ein Grosses Stück das Tuktuk lenken ;).

Zum Schluss besuchten wir noch einen Blumengarten… Von Rosen über Geranien, Kakteen, Oleander, Gerbera, Orchideen soweit das Auge reichte nur Blumen.

Wir betätigten uns dann noch mit einem Fussmarsch in die Stadt und hatten ein super lecker indisches Abendessen… Als Teller dienten uns nur Bananenblätter.
Wow, what a perfect day!

A long way up

Standard

Mit der Rikscha ging es von unserem Homestay zum Busbahnhof, wie da alles vor sich geht ist echt lustig… auch hier scheint das Chaos das System zu sein und wie es genau funktioniert hat, weiss ich auch nicht genau, aber wir sassen mit vielen anderen Indern im Publicbus nach Munnar!
Ausser eine Windschutzscheibe und eine Heckscheibe besitzt der Bus keine Fenster. Bei uns hätte man so eine rostige Laube schon längst aussortiert und zwar schon weit vor der Awrakprämie. So fertig war der Bus und auf Plastikbänken, die für zwei Personen ok sind, aber mit vier belegt werden schwitzt jeder ziemlich stark vor sich hin. Dazu kommt dann noch die halsbrecherische Fahrweise des Busfahrers und die super schlechten Strassenverhältnisse, wo man in jeder Kurve entweder dem linken oder dem rechten Nachbarn auf die Pelle rückt wobei man ja eh schon so gequetscht sitzt…

Genau genommen war es echt eine Tortur… die Zeit wollte nicht vergehen. Elias nahm es gelassen und mit Chips, Keksen und Bananen versorgt und schlief irgendwann auf meinem Schoss ein.

Käfer krabbelten am Boden (bin ich froh das ich turnschuhe, trotz 40 Grad anhabe), Elias sabbert mir auf die Hose, genau da wo er lieg steht der Schweiss, pfui sogar in dicken Tropfen auf der Sitzbank und mir geht durch den Kopf, das wir jetzt einfach aussteigen…
Es war soooooo anstrengend, dieses gebremste, gehupe, wieder Vollgas, Tür auf, peng Tür zu, quetsch und immer Wind, die ganze Zeit… Dreck in den Augen und es zieht, ABER heiss!

Kurz bevor ich echt Anfing am Rad zu drehen… inmitten der grünen Berge ging langsam die Sonne in einem strahlenden rot unter. Die Bäume und Palmen liessen aber immer nur einen kurzen Blick zu und weiter ging es wieder die Serpentinen hoch.

Und plötzlich… war es kalt… richtig kalt!
Uah hab ich schon lange nicht mehr gefroren…
Na gut, 20 grad hat es wahrscheinlich schon noch, aber trotzdem bestimmt ein Temperatur Unterschied von über 20 Grad.

Und während ich das schreibe, sitze ich in unserer neuen Unterkunft, mit Fleecejacke auf dem Bett.
Dies Nacht werden wir wohl nicht von der Hitze unruhig schlafen… Gute Nacht.

Aufenthalt bis 27. März im Homestay Mandala Beachhouse in Alleppey

Standard

Wir hatten wirklich schöne Tage in Alleppey im Mandala Beachhouse!
Am Morgen gab’s manchmal Toast mit Omlette und manchmal Pancake mit Bananen.

Zweimal sind wir in die Stadt gegangen und die anderen male waren wir einfach nur entlang der Strasse etwas essen!
An einem Abend haben Elias und ich ganz viel verschiedene Sachen ausprobiert und einfach mal nachgefragt ob wir einen gemischten Teller von “diesen Dingen“ haben könnten. “No Problem Madam!“
Und so kamen wir zu einem Teller voll paniertes Unbekanntes! Vieles echt lecker, manches einfach echt unbekannt und manches so na ja…

Elias hat immer irgendwen zum Spielen gefunden… oft war es allerdings für mich auch sehr anstrengend da ich nicht wusste ob es einigen auch recht war, manchmal war es schwierig ihn von dem einen oder anderen wieder los zubekommen!

Der Inhaber von unserem Homestay, Jay ist wirklich sehr entspannt und Elias hat einem mit ihm den halben Tag “Zug“ gespielt.
Jay hat auch nicht wirklich was zu tun… für die Küche hat er Inderinnen angestellt und dann hat er noch ein deutsches Pärchen da, die “Work away“ machen und die Zimmer herrichten, sollte jemand weiterreisen…!
So denke ich mal hatten beide ihren Spass ;).

Am Donnerstag wollte ich schon früh ins Bett, da wir um 4:20 mit dem Bus nach Munnar in die Teeplantagen wollten… somit dachte ich mir zahle ich gleich und order uns eine Rikscha dann funktioniert Morgen früh schon alles!

Falsch gedacht…

Jay war den ganzen Abend nicht mehr zum auffinden! Somit konnte ich hinter den frühen Zug dann doch erstmal nen Hacken setzten!

Naja gegen Mittag geht ja auch noch einer…

Für Elias war es super, da er mit Jay am Morgen auf dem Motorrad Fisch kaufen fahren durfte… und bis unsere Rikscha kam, war Elias von dem fahrbaren Untersagt nicht mehr wegzubekommen…

Auf geht’s 6,5 Stunden mit dem Bus nach Munnar in die Berge… vielleicht ist es dort kühler!

20.+21.März 15

Standard

Der Morgen ist doch noch in Stress ausgeartet…
Obwohl ich echt viel Zeit für unsere Abreise eingeplant hatte, benötigt Rucksack packen und in Indien organisatorisch (auschecken) was erledigen dann doch alles länger. Mit schwerem Gepäck, obwohl ich bei einer Bekannten einiges gelassen habe, verliessen wir den Ashram und bekamen noch voll lieb, einiges für die Reise mit und wurden herzlichst verabschiedet und versprachen bald wieder da zu sein!
Mit dem Tuktuk ging es nach Kayamkolam zum Bahnhof.
Im Bahnhof war nicht viel los, allerdings hatte ich dann doch zu langsam geschaut und Zwei Männer standen vor mir in der Schlange! Nicht weiter schlimm… beim nächsten mal schneller schauen und KEINEN Diskretionsabstand einhalten.
Wieder was gelernt ;).
Ticket und Reservierung, alles war kein Problem.
Warten auf den Zug…. Mit 18 Kilo am Rücken, bei 40 Grad stehen und immer wieder die Überlegung, “nehmen ich den Rucksack runter?“. Aber vom Boden, bekomme ich den nicht so schnell wieder hoch…
Also oben lassen und stehen bleiben.
Mit nur etwas Verspätung kam der Zug dann auch! Von aussen sind die Züge gut mit 2 Klasse, AC, Pantry und Sleeper beschrieben….
Wo allerdings genau die Nummern für Sitzplatz und Abteil stehen ist mir ein Rätsel, am Zug genauso wie am Ticket…
Mal sehen vielleicht finde ich es noch raus!
Durch höchst klimatisierte (Schock war das kalt) Waggons sind wir dann doch zumindest zum Sleeper gekommen.
Das sind nicht klimatisierte Anteile, mit Ventilator und offenen Fenstern (voll cool), die Bänke werden am Abend unten und auf der mittleren Etagen zum schlafen umgeklappt nur ganz oben kann man immer liegen!
Es wird immer mit Essen, Chai und Kalten Getränken durchgegangen und Elias hat es sehr gefallen…. und er wollte gar nicht aussteigen.
Am Bahnhof in Alleppey versuchten wir ein Tuktuk zu erwischen… was ja auch immer so eine Sache für sich ist…
Aber wir fanden ein günstiges der uns auch auf direktem Wege zu unserem Homestay brachte.
Im Mandala Beachhouse wurden wir von einer Deutschen (stellte sich aber erst später heraus) die dort “work away“ macht sehr freundlich empfangen!
Ein Mini Zimmer, aber der Stand und die Hängematten, sowie Schatten von einem Baum direkt vor der Tür!
Am Abend gingen wir mit einem Pärchen an einem leckeren Strassenstand was essen! Alles wird dort ganz frisch direkt auf Rädern zubereitet! LECKER!!!

Am nächsten Tag gab’s lecker Frühstück und nix tun am Stand! Für Elias sind leider die Wellen zu hoch und er kann nicht hineingehen! Es bereitet ihm aber immer wieder Riesen Freude vor den Wellen davon zu laufen…  Er spielt am Stand und mit verschiedenen Leuten, zwischendrin Uno und was vorlesen. Perfekt!
Am Abend gab’s noch Lagerfeuer mit Gitarre und Singsang :)!

image

Und man kann es gar nicht glauben, mit diesem weissen Ding hier links im Bild was aussieht wie ein Sofa fahren die Fischer mit Riesen Netzen hinaus ins Meer… und kommen mit noch dickeren Netzen wieder… paddeln ohne Motor… bei den Wellen für mich unverständlich wie das klappt!

07.03.15

Standard

Der Morgen fing mit Roti und irgendetwas Gekochtem wieder sehr vielversprechend an.
Zuerst wusste ich nicht, wie und was genau wir heute unternehmen wollten, Doch mit etwas nachfragen und recherchieren kreierte ich uns einen guten Ausflug mit Hilfe von Sheeba dem Hausherren, der uns auch gleich einen perfekten Tuktukfahrer (Rafi) mit auf den Weg gab!!!
Zuerst bekommen wir eine nicht ganz so rasante Fahrt, den er hatte auch Zeit sich mit mir zu unterhalten und zeigte mir auf der Fahrt u.a. eine der grössten Wäschetrockenplätze, ein grosses Kreuzfahrtschiff, bis hin zu Obst das ich nicht kannte! Belanglos fragte ich nach, er stoppte sein Gefährt und sprang hinaus, holte es und zeigte es mir bzw. gab er es mir zum probieren :)… an einer Stelle standen einige Männer unter einem Baum und immer wieder fingen sie etwas auf… Lustig mit an zu sehen!! Unser Taxi hielt an und er schwatze den Männern einige ab! Sahen aus wie Kirschen, wachsen aber zu mehreren zusammen an einem Ast, färbten violett auf die Finger ab, obwohl das Fruchtfleisch weiss war und der Geschmack ist ähnlich einer Zitrone… wirklich Interessent, aber für mich auch nicht wirklich lecker!
Dann haben wir noch eine der Kokosnuss ähnliche sehende Frucht probiert. Aussen komplett schwarz, mit ganz harter Schale, dann eine weiche helle Schale, die eine heiden Arbeit zum entfernen macht. Die Frucht innen, so weiss wie eine Lichi von innen nur ganz hart. Auch nicht lecker ;).
Doch zurück zu unserem Ausflug… Wir sahen Elefanten 🙂 🙂 :).
image

Für Elias endlich, endlich, endlich!!!
Rafi führte uns zu Fuss langsam und bedächtig, immer wieder mit anderen indischen Männern sprechend, daran vorbei! Elias war überwältigt und ich auch… da war ein Elefant mit 50 Jahren dabei…
Die Elefanten hatten sich heute schon eine Pause verdient, weil sie wohl bei dem Tempelfest herumgelaufen sind.
Rafi zeigte uns den Tempel…
Wenn man sich in Deutschland viele Menschen vorstellt und es heiss ist, dann ist das in Deutschland echt ein Witz gegen das hier! Mit dem kleinen liebevollen Unterschied, hier verbreitet keiner schlechte Laune, ist genervt oder mosert in der Gegend herum.
Ich bin echt zutiefst von diesem Fest beeindruckt und wie die Menschen darin waren! Elias und ich ganz offensichtlich und ziemlich auffallend die EINZIGE Weissen…
Wir durften uns alles ansehen und vorsichtig fragte ich nach ob ich den auch ein Foto machen dürfe! No Problem! Den dieses Bild, wo 1000 von Menschen in bunter Kleidung den kompletten Tempel entlang stehen für etwas zu Essen, muss ich festhalten.
Keine Ahnung wie es genau gegangen ist, irgendwann stellte uns der Taxifahrer in eine Schlange und meinte, wir würden uns gleich wieder sehen….
(Ok, bissl Gottvertrauen, den weg war er eh schon…)
Kurz drauf, hatte ich einen Plastikaluteller in der Hand und bekam auch schon einen Schöpfer Reis darauf… und überall wo ich meinen Teller hin hielt (nur mit der rechten Hand 😉 ) bekam ich etwas darauf.
Wie ich noch nach einem Platz zum Essen für Elias und mich schaute, nickte mir Rafi auch schon wieder zu (wo kam der den her und was hatte er gemacht?).
Wieder nur mit der rechten Hand, versuchte ich möglichst gekonnt den Reis mit Sauce und allem drum und dran möglichst ästhetisch aussehend in meinen Mund zu bekommen… und musste dabei feststellen, das die Frauen in ihren tollen Saris mit ihren hübschen dunklen Gesichtern und tollen Haaren, auch gar nicht so fein dabei aussehen! Die matschen richtig im Teller herum, und eine total verschmierte Hand und wenn etwas dabei ist, was nicht in den Mund gehört, wird es ziemlich unschön herausgeholt…
Elias gefielen die Sitten bei Tisch und er formte Reisbällchen 😉 (wobei Reisbatzen, es eher beschreiben würde) 😉
So lecker, so freundlich und anders alles!

image

Zum Schluss den Waste in einen Riesen Alukorb geworfen und dann gab’s auch für uns eine Nachspeise zum Trinken ;)!
Flüssiger als Milchreis, leicht bräunlich und mit vielen Gewürzen. Im Mund zuerst etwas befremdlich, lauwarme Stückchen (um nicht zu sagen Bröckchen) zu trinken, aber auch sehr sehr lecker!
Hände waschen und wieder raus aus dem Tempel, an den Massen vorbei.
Zu der Musik und den Gesängen im Tempel, hab ich noch gar nichts gesagt, aber die Situation mit dem Essen war einfach so überwältigend ;).
Rafi zeigte uns so viel und liess uns dann auch noch am Fährensteg aussteigen, zuvor haben wir noch kurz einen Shop angefahren, welcher echt schöne “Schnitzerreien“ verkauft!
Die Fähre verbindet hier Ernakulum und Kochin Fort und noch zwei andere Landzungen!
So fuhren wir auch noch mit der Fähre hin und her und haben auf dem Rückweg zwei sehr nette deutsche Mädels kennen gelernt. Mit ihnen gingen wir noch etwas Essen, bzw. Elias teilte sich mit einer eine Pizza, da das Mädchen wohl einen sehr empfindlichen Magen hatte und ich war mir mit der anderen einig, was indisches muss her ;)!
Wir unterhielten uns gut und stellten fest, das die Pizza wie in Italien riecht, (schmecken kann ich nicht beurteilen, da ich sie ja nicht gegessen hab). Elias hatte einen Ansprechpartner, wo er endlich alles gerade erlebte ausspeichern konnte und auch sinngemässe Antworten dafür bekam.
Nach einer nicht zu langen  aber netten Zeit zog wieder jeder in seine Richtung… auf uns wartete eine Dusche und auf die Mädels das Taxi für den Nachtbus!
Ach ja und Holi war heut auch noch… bissl Farbe haben wir auch abbekommen :).
Auf den letzten ziemlich heissen und anstrengenden Metern, trafen wir zufällig Rafi und Elias durfte, in einer Seitengasse, (Herr im Himmel, ich mach die Augen lieber zu), das Tuktuk auf dem Schoss nach Hause fahren… oh hat der gestrahlt und wild gehupt hat er auch ;)! Ich bin mir sicher, Elias will kein Feuerwehrmann mehr werden wenn er gross ist, sonder Tuktukfahrer!!!

image

Ziemlich geschafft hat uns dieser Tag und ausser Uno und chillen haben wir ihn ruhig beendet. Die Tage sind fast unerträglich heiss, knappe 40 Grad und die Nacht bringt kaum Abkühlung.
Elias schwitzt in der Nacht vor Hitze und wahrscheinlich auch von den vielen Eindrücken unter Tags! Aber er geht jeden Abend ganz Happy ins Bett und sagt, “Mama, heut war ein schöner Tag!“

Die Tage rinnen dahin

Standard

Es ist der Wahnsinn wie die Tage vergehen…

Bei uns ist alles gut soweit und wir fuehlen uns wohl, wir werden tatsaechlich am Freitag abreisen, aber ich hab fest vor wieder zukommen…

Hier fuehlen wir uns echt gut aufgehoben, mit Elias hab ich heute hier mal einen Arzt besucht, gar nix schlimmes, nur Mueckenstiche, die dann dick gefuellt wie Wasserblasen sind. Da sich mit dem Dreck und der Hitze alles relativ leicht entzuendet, hab ich lieder gleich mal nachgefragt… Interessant wie so ein Arztbesuch funktioniert…

Zuerst haben wir uns angemeldet, aber nur den Vornamen von Elias und dann wurden wir in einen Raum gefuehrt, dort hing nur ein Vorhang vor der Tuere und es waren bestimmt noch 10 andere Leute mit in dem Raum. Der Raum hatte vielleicht 5 qm und drei ganz junge Frauen (Aerztinen) haben auf Elias seine Stiche geschaut. Mit einem Zettel und dem Namen einer Creme verliessen wir den Raum!

Dreimal um die Ecke, gruschelte einer fuer uns eine Salbe aus allerlei Medizin, die dort so herumlag… Fuer 220 Rupien war sie dann unsere (Umgerechnet 2 Euro)…

Ohne Buerokratie ohne viel getue, kann so ein Arztbesuch auch stattfinden 🙂 .

Heute am Morgen, haben Elias und ich einen wirklich langen Spaziergang unternommen. Es war leider kein Taxi da und wir gingen zu Fuss zum Dolphin Beach…

1,5 Stunden dauerte der Fussmarsch… Puh! Und am Ende hatten wir zwar eine wunderbare Aussicht, aber leider keinen Delfin gesehen.

Aber unbeschreiblich schoen… Auf der einen Seite das Meer und dann direkt Strand und dahinter das Backwater mit vielen Fischerbooten, das ins Meer muendet und ueberall Palmen!

Sollten wir wieder laenger an einem nicht allzu belebten Stand entlang gehen, ruesten wir uns unbedingt mit einem Stock aus 😉 hatten da zwei Begebnungen mit Hunden… und als ich endlich einen schoenen Pruegel gefunden hatte, war keins der Viecher mehr zu sehen! War unschoen, aber alles gut!

Ihr duerft gerne mitraten, auf was wir noch getroffen sind, am Morgen am Stand… Eine schoene Bucht und einige Maenner, die meiner ersten Meinung nach, ausschau hielten nach den hereinkommenden Fischerbooten… Alle hockten knapp vorm Meer 😉

Na, was taten sie?

Hihi, nach Fischerboote haben sie jedenfalls nicht geschaut ;)!

Andere Laender andere Sitten!

Zurucke haben wir den Localbus genommen… Und einen sehr schoenen geschmueckten Elefanten getroffen.

Trotzdem das wir keinen Delfin gesehen haben, war es ein schoener Ausflug. (Gefruehstueckt haben wir natuerlich auf den Klippen auch… Bananen und Kekse…)

Gehen oder bleiben?

Standard

Unsere Bekannten sind heute weiter gereist…

Fuer mich oder uns stellt sich immer wieder die Frage, wie lange wir hier bleiben moechten…

Erst einmal ist unser Zimmer noch bis Freitag gebucht, allerdings macht sich in mir schon das Gefuehl breit, dass ich gern mehr sehen moechte. Jedoch sind wir hier einfach echt gut angekommen und wir leben in der Gemeinschaft. Es ist wirklich sehr schoen wie schnell es geht, hier aufgenommen zu sein und sich aufgehoben zu fuehlen. Soziale Kontakte in Deutschland zu knuepfen ist um einiges schwieriger, jeder lebt fuer sich so vor sich hin, ist mit sich beschaeftigt und hier ist mein Gefueh,l das es ein Miteinander ist, auch wenn ich hier nur ein paar Leute kenne…

Wurde heute bei meinem Seva sehr freundlich „zum Gebet“ miteingeladen, haette sogar aus dem Buch von Amma eine Seite lesen duerfen… (puh, englisch lesen vor anderen???)

Viele die in dem Eco Center arbeiten, wo ich auch taeglich mein Salz mache und den Weg von Laub befreie :), sind der Meinung wir sollen unbedingt noch bleiben…

Silpa, eine Schweizerin, die seit 15 Jahren hier immer wieder abschnittsweise lebt, hat Elias gestern einen grossen Karton geschenkt und wir bauten gemeinsam ein Haus daraus. Voll suess, auch ein Moskitonetz hat sie vom Bazar, gebraucht mitgebracht, da Elias sehr zerstochen ist. So ist unser Zimmer, wenn auch sehr spartanisch eingerichtet, irgendwie ganz wohnlich geworden!

Elias mag Silpa sehr und sie kassieren gemeinsam. Ich bin immer wieder ueber die Offenheit und die Freundlichkeit, die uns hier entgegengebracht wird begeistert.

Dennoch verspuere ich den Wunsch aufbrechen zu wollen und mehr von Land und Leute zu sehen…

Mal sehen…

Leider darf hier im Ashram nicht fotografiert werden… Ausserdem wuerde ich hier gern einige Fotos posten, allerdings bin ich schon gluecklich das die Tastatur eigermassen funktioniert…

How does it works in india

Standard

Manche Dinge sind hier einfach anders 🙂 das klingt wohl jetzt ziemlich platt, aber es ist einfach so…

Ich wollte bzw. hab nun endlich ein indisches Handy… Doch der Schritt dazu war nicht wirklich einfach!

Bewaffnet mit einem Foto, meinem Ausweis und meinem VIsa ging ich in einen Handyshop der mir vertrauens erweckend aussah. Zuerst kam die Frage nach meinem deutschen Telefon… „ja man koenne da doch einfach eine neue Simkarte hineintun…“ gesagt getan. Obwohl ich vorher zu verstehen gab, das ich meine Simpin Nummer nicht weiss… Tja da war die Simkarte dann schon draussen und die indische Simkarte passte nicht gut hinein… Mit einer Schere wurde dann schnell zugeschnitten um dann festzustellen das es trotzdem nicht funktioniert. Da stand ich nun, ohne  inisches Handy und mit deutschem gesperrtem Handy….

Fuer ein paar Rupien habe ich dann ein inschisches erworben und auch gleich mit Geld aufgeladen, doch auch der Weg dort hin war nicht wirklich einfach. Zuerst musste ein Gedautomat her, an fuenf Automaten versuchte ich mein Glueck. Nicht gerade beruhigend, wenn du immer und immer wieder deine Geldkarte in einen Automaten steckst und nichts dabei raus kommt… Aber bei dem fuenften Automat und einem weiteren Versuch hatte ich endlich Glueck.

Geld da, Handy da, dt. Handy gesperrt… (aber selbst nach 2 Tagen konnte von Deutschland aus auch dieses Problem geloest werden… Vielen Dank dafuer…)

Deutsche Bekannte die wir hier kennengelernt haben, warten seit drei Tagen auf die Registrierung ihres indischen Handys… Auch von langwierigen Telefonanrufen, zum freischalten hab ich schon gehoert….! Irgendwie ist hier vieles unterschiedlich und die gleichen Dinge werden unterschiedlich gehand habt…

Interessant an was oder wem das liegt…

Noch viele so Beispiele koennt ich dazu geben… Aber nun wartet mein Seva auf mich… Korrektur lesen eines Buches, das erst uebersetzt wurde….

8. – 12. Maerz

Standard

Heute ist Donnerstag und seit Sonntag sind Elias und ich nun im Ashram in Amritapuri. Es ist, soweit ich richtig informiert bin, der einzige Ashram in Indien der einen weiblichen Guru hat. Amma ist die Person zu der hier aufgeschaut wird, fuer die gesungen und gebetet wird. Momentan ist sie leider nicht im Ashram sondern auf Tournee im Norden von Indien. Sie verteilt Darshans (Umarmungen) an jeden der es will und braucht… Sie hat schon viele Buecher geschrieben ueber das Leid der Welt und auch das Leid in Indien. Sie hilft mit Spenden, packt aber auch selbst mit Taten an… Ich hab schon mit einigen Leuten gesprochen, die auch hier Leben und es ist momentan hier wohl sehr entspannt, da Amma nicht da ist. Sonst sind hier wohl viele tausend Menschen unterwegs und auf alles muss man sehr lange warten. Von alle dem bekommen wir nichts mit, es ist ruhig, entspannt und ueberall findet man Platz, egal ob zum essen oder zum meditieren.

Wie wir hier am Sonntag ankamen, ein Ashramtaxifahrer brachte uns vom Homestay hierher, war ich zuerst etwas skeptisch ob wir uns hier wohlfuehlen werden…

Unser Zimmer welches nur aus zwei, wirklich schmutzigen Matratzen besteht und aus Dreck, sowie einer versifften Toilette und einer Dusche, die mehr an die Wand spritzt, als auf einen wen man darunter steht und orangenes Wasser… und Kopfschmerzen, mal wieder vom nichts drinken….

Seit dem ist viel passiert unser Zimmer ist mit Bettwaesche und unseren Sachen, Kerzen und Raeucherstaebchen wohnlich geworden… Elias hatte von Anfang an keine Probleme damit – ein super Reisekind!

Jeden Tag „gehen wir arbeiten“, das Ashram lebt von freiwilliger Arbeit und es ist schon auch sehr erwuenscht das man mit den sogenannten Seva s seinen Tag berreichert und der Allgemeinheit was Gutes tut.

Ich stelle mit Elias im Ecoshop Himalayasalz her… aus grossen rosa Steinen, die dem Rosenquarz sehr aehnlich sehen, klopfen wir daraus feinen Puder! Schweistreibene Arbeit bei der Hitze, aber alle sind so nett und die Atmosphaere hier ist einfach sehr harmonisch und was hier verkauft wird ist interessant und 100 % oekologisch.

Wir moegen das Essen… Im Preis waere morgens, mittags und abends Reis mit inbegriffen… aber dreimal am Tag scharfer Reis? Davon kann ich Elias nicht ueberzeugen und ich mag am morgen auch nicht wirklich Reis…

Fuer uns ist eine gute Alternative da, morgens essen wir in der Western Cantine Toast oder Pancake fuer einen kleinen Preis. Mittag INDISCH und am Abend sucht sich Elias wieder etwas aus der western Cantine aus….

Er mag mittlerweile auch sehr gerne Reis mit Currysauce… Heute Mittag verlangte er sogar nach einem Nachschlag!

Die Abende sind hier sehr schoen und die Sonnenuntergaenge unbeschreiblich, wenn die Sonne im Meer versinkt. Jeden Abend kann man sich dort zu einer stillen Meditation zusammenfinden und die Sonne beim untergehen beobachten… Da sitzen dann, viele Menschen in weiss gekleidet auf Steinen vor dem Meer und schweifen in die Ferne. Anschliessend finden Gesaenge statt. Fuer Frauen im Tempel und es ist wunderbar der so anderen Sprache zuzuhoeren und es zu fuehlen! Zum Schluss geht das Licht aus und alle stehen auf gemeinsam wird dann ein Schussmantra gesungen, die grosse Glocke laeutet und der Tempel wird beraeuchert… Dann erst gibt es Abendessen (20 Uhr).

Es ist eine ganz aussergewohnliche Atmosphaere hier und Menschen aus aller Welt kommen hierher zu „Amma“.

Immer wieder Treffen wir auch Deutsche und ich hab das Gefuehl das viele gute Gespaeche stattfinden koennen. Von meinem anfaenglichen etwas skeptischen Eindruck ist nichts mehr zu spueren..

https://i0.wp.com/www.southindiasangamam.co.uk/wp-content/uploads/2012/10/amma.jpg.