Weniger ist mehr…

Standard

Wie schon ein paar mal hier auf meinem Blog erwähnt, begleitet mich „weniger ist mehr“ schon eine ganze Zeit lang.

Beim Rucksack packen nach Indien fing es schon an… weniger ein zu packen… in Indien wurde es mir durch viele tägliche Situationen vor Augen geführt, dass es definitiv nicht um das ständige „mehr“ geht. Und dass wir alle auch mit weniger zufrieden sein können.

Vielleicht will uns diese Krise das gerade auch aufzeigen. Wir haben alles und immer besser, höher, weiter kann auf Dauer nicht gehen. Damit beuten wir die Umwelt und andere Menschen aus und meistens sogar uns selbst.

Es ist wirklich an der Zeit umzudenken…

Vielleicht sitzen wir gerade auch deshalb im „Hausarrest“ um uns der Situation mal bewusst zu werden, was wir jeden Tag für normal und selbstverständlich halten und wie wir in Zukunft weitermachen wollen.

Oder? Es hat doch was von damals, wo uns Mama aufs Zimmer geschickt hat um mal über das „Geschehene“ nachzudenken.

Möge die Zeit jeder für sich wirklich nutzen….

Und ich muss tatsächlich sagen, ja es gibt Menschen die Angst um ihren Job haben und die existenzielle Ängste plagen… Aber sitzt nicht wirklich der große Teil zuhause und jammert auf hohem Niveau… bäh.. kein Fitnessstudio… kein Kinoabend… nicht essen gehen… keine Sause mit Freunden… kein Diskobesuch… kein Ballet und kein Musikunterricht…

DASS ist doch wirklich jammern auf hohem Niveau… Wohlstandsgesellschaft – „sag mal um was geht es eigentlich?“

Ja, als alleinerziehende Mama ist die momentane Situation… Homeoffice, Kind beschulen… Ferienbetreuung sein, Haushälterin uvm. auch nicht einfach… und finanziell könnte es generell besser laufen… meine Familie und meine Freunde fehlen mir, ja – und ich denke da geht es vielen so…

ABER es ist definitiv „nur“ daheim bleiben.

Wie geht es Flüchtlingen? Wie geht es Menschen in Zeiten von Corona, die weder ein Dach über dem Kopf haben, noch Zugang zu fließendem Wasser?

Wie geht es Kindern überall auf der Welt in Slums, die keine Eltern haben? Wie geht es Eltern, deren Kinder Menschenhandel zum Opfer fallen oder den Kindern?

Wie geht es Menschen, die für uns – Wohlstandsgesellschaft- jeden Tag ihr Leben riskieren für einen Hungerlohn… in Mienen, Fabriken … auf Feldern oder wo man sonst noch arbeiten kann…

Es gibt so unendlich viel Leid auf der Welt und ich habe nur einen ganz kleinen Bruchteil davon aufgezählt und WIR…. wir beschweren bzw.. jammern weil wir „zuhause“ bleiben sollen????

Also ich für meinen Teil mag mich darüber NICHT (mehr) beschweren! Es könnte definitiv härter sein!!!

Und weil es Kinder gibt für die es (gerade) sicherlich wesentlich härter ist, haben mein Sohn und ich einen Karton mit Kuscheltiere und Stifte gepackt und diese gehen an einen Förderverein in Erfurt, die wiederum sich für Kinderheime in Litauen engagieren.

Nein es wird nicht das Elend dieser Welt auslöschen, aber ein ganz, ganz kleiner, winzig kleiner Beitrag ist das schon mal.

Sei auch du ein Beitrag…

Über eine andere Platform im Internet, hatte ich weitere Sachen zu verschenken inseriert und daraufhin hat mich eine nette Dame angeschrieben ob ich ihr dies für die Kosten des Portos schicken würde. Mit ein paar netten Worten in einer Karte, habe ich das Päckchen los geschickt und heute hatte ich einen ganz ganz lieben Brief und das Porto in meinem Briefkasten… und ich muss sagen, über die lieben Worte der ja doch fremden Frau habe ich mich sehr gefreut und die Karte passt mega gut zu meinem heutigen Eintrag!!!

Mach was aus der Zeit, jetzt!

Sein statt haben!!

Denk mal darüber nach!

Ich wünsch euch eine ruhige Nacht!!!

Avatar von Unbekannt

Über susanneindia

Auf der Suche nach Inspiration für mein weiteres Leben! Mittlerweile, leider aber wahr über 30 Jahre! Stolze Mama eines aufgeweckten Sohns, der nicht mehr allzulange Zeit hat bevor die Schule beginnt! Jobtechnisch ziemlich gebeutelt und in einer ziemlichen Krise! Es war mal mein Herzblut, nur wo ist das hin! In mehreren Beziehungen kläglich gescheitert... Aber das gehört wohl zum Leben dazu! Somit führe ich mit meinem Sohn ein ziemlich selbstbestimmtes und eigenstängiges und unabhängiges Leben... Wobei meine emotionale Unabhängigkeit noch ausbaufähig ist... Und sonst, würde es noch einiges über mich zu sagen geben, aber das erfahrt ihr sicherlich in meinem Blog, natürlich nur wenn ihr ihn regelmäßig lest...

Hinterlasse einen Kommentar