Rückblickend haben wir viele schöne Momente in Amritapuri verbracht. Von Amma bekamen wir sowohl am Donnerstag als auch am Sonntag einen Abschiedsdarshan, wo sie unsere neu errungene Ammapuppe gesegnet hat. Die uns ab nun hoffentlich immer beistehen wird. Auch hat uns Amma am Donnerstag eine Rudrakshakette umgehängt. Und ich habe bis zum Schluss des Darshans gewartet und noch ein Mantra von ihr erhalten. Was gar nicht so leicht war, da ich mal wieder entsetzliche Kopfschmerzen hatte und der Darshan erst um 4 Uhr morgens endete.
Die Sevas die ich während des Darshans immer mal wieder auf der Bühne machen konnte, waren sehr schön und zeigten Amma in voller Liebe und Verständnis für jeden.
Sonst verging die Zeit recht flux…. Jeden Tag eine Stunde in den Pool, Seva machen, mal Rudraksha s sauber schrubben und mal über Stunden in der Küche abtrocknen.
Nachmittags gab’s oft am Jucestall einen herrlich leckeren Juce.
An einigen Tagen regnete es nun auch, der Himmel war meistens bedeckt und die Sonne hatte nur wenig Chancen. Warm war es trotzdem und es gab Riesen Pfützen. “Treibhausfeeling“.
Die Wäsche trocknete kaum noch, oder nur recht schwierig, was oft ein Spiesrutenlauf wurde. Wenn es gerade trocken war kam die nasse Wäsche hinaus und kurz drauf kam der Regen, also musste die Wäsche wieder hinein…
Elias seine teuren Kamin Trekkingsandalen konnten dieser Nässe nicht trotzen und so brach ein Schuh völlig entzwei. Was auch eine kleine Katastrophe war, weit und breit keine anderen annehmbare Schuhe.
Mit Heisskleber rückten wir dann diesem Problem auf den Leib. Vielen Dank der netten Helferin und Spender!
Kann man so die Schuhe noch reklamieren ;)?
Mittlerweile haben wir vieles im Ashram erkundet und wissen oft Wege, die Touristen oder die Besucher für Amma nicht wissen. Trotzdem ist es jetzt im Ashram ziemlich voll. Einige wollen Amma noch sehen bevor sie auf USA Tour geht. Elias kennt mittlerweile vielte Leute die dort leben.
Und da ich schon das Gefühl habe, in meinem Wohnzimmer (in der Halle wo Amma Darshans gibt) findet eine Party statt, so zuhause fühle ich mich hier schon…
Fehlt nur noch ein Gaskocher, den ich schon dankend abgelehnt habe, dann ist es als würden wir hier wohnen.
Aber immer wieder habe ich auch das Gefühl das mir hier die Decke auf den Kopf fällt…
So viele Leute, jeder meint es gut und alle haben einen Rat, egal ob es um die Erziehung von Elias oder unsere weitere Reise geht, oder einfach nur gemeint wird, wir sollen doch hier leben.
Als es auch nur noch Wartelisteplätze für den Zug nach Gokarna gab, kam die Decke wirklich nahe… Und ich bekam dann doch mal die Krise.
Über fünf Tage wartete ich, ob wir mit dem Zug doch noch mitkommen. So eine Travelagentur in Indien ist auch nicht die fitteste und ich musste ganz genau sagen von wo nach wo ich möchte. Hätte ich keine Ahnung gehabt wären wir in einem Bus für 3000 Rupee gelandet… und dank meines mässigen Wissens zumindest einen Wartelistenplatz ergattert….
Nach fünf Tagen wo ich mir das Hirn zermartert hab und ganz viel anderen Meinungen gehört habe …
Angefangen von…lass es auf dich zu kommen… sofort umtauschen… die Amma wir das schon machen… Bis hin zu… für immer bleiben.
Hab ich mich dann doch für meinen eigenen Weg entschieden und bin nach Kajamkulam zum Bahnhof gefahren, wo ich per Touristquota, ab Ernakulam eine Sleeper Zug nach Gokarna bekommen habe und sogar eine Sitzplatzreservierung in dem Zug von Kajamkulam nach Ernakulam…
Schnell wieder zurück in die Nähe vom Ashram und in der Nähe noch das Wartelistenticket umgetauscht um nicht so viel Geld zu verlieren…
Unser Flat zusammen zu packen war relativ schwierig, es sammeln sich ja einige Sachen an und so viel musste auch noch an verschiedene Leute verteilt werden.
Doch Montag am späten Nachmittag ging es los.