Archiv für den Monat April 2015

Fleischpflanzerl und Kopf wackeln

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Morgen geht es zurück ins Ashram, aber zuerst zeigt uns Silpa noch Thrivandrum…

Wir gehen ab Mittwoch, mit Amma auf Tour, das mit der Anmeldung hat wohl geklappt 🙂

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und Geld am Automat hab ich auch bekommen :)! Somit alles Tiptop!

Die Zeit vergeht wie im Flug und mir ist heute zum ersten Mal aufgefallen, das wir seit 28. Februar nicht mehr in so einen viereckigen Kasten namens Fernseher geschaut haben… echt zum abgewöhnen…
In den sieben Wochen gab’s nur einmal Fleisch, höchstens vier Duschtage mit warmen Wasser sonst nur kalt, kein Alkohol und Minimalismus von der Kleidung bis zur Einrichtung 😉 und es geht… und noch vieles was wir zuhause sehr schätzen, haben wir für einige Zeit zurück gelassen!

Elias sagt einige Worte auf Englisch und kocht am Strand keine Knödel mehr, sondern Malai Koftha (“Gemüseknödel“), Fleischpflanzerl mit Mango (???) und dazu Chiapatti oder Porota (Brot bzw. Blätterteig ähnlich) und verhöckert dann alles für fifty Rupee!
(Wenn wir zuhause sind muss der Opa, ganz schöne Arbeit leisten um uns Fleisch wieder nahe zu bringen… aber heute hätte ich ziemlich Lust auf Fleischpflanzerl mit Kartoffel- Gurkensalat!)

Und für mich gehört es schon wie selbstverständlich dazu auch so mit dem Kopf zu wackeln wie die Inder das immer tun ;)…
Ob das wieder vergeht :)..??? Ich finds lustig und nur wer schon mal da war weiss was ich meine!

Ich liebe Leuchttürme

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Frühstück am Strand!

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Lemonpancake!

Packman im Teller (oder wie hiess den das PC Spiel nochmal?)

Los geht’s…

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Da wollen wir hoch…

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Viele Treppen…

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Ganz oben!
Flash white 55sec (oder wie war das beim Sks nochmal?)

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Die Aussicht, der Wind, die Hitze und mein Gefühl – unglaublich!

Elias and Rishi

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Elias geht im Ashram seit Tagen mit Ammas Hund spazieren. Dabei wird er von Padma einer jungen Amerikanerin, die im Ashram lebt begleitet!
Alle Drei verstehen sich prächtig obwohl Elias deutsch, Rishi der Hund, Malali und Padma englisch spricht ;)! Es klappt und jeder hat so seine Freude damit :)!
Letztens hat Rishi am Strand einen anderen Hund gesehen und ist auf ihn zugestürmt, obwohl Elias ihn an der Leine hatte. Leider hat er nicht so schnell reagiert und die Leine losgelassen, somit ist er ziemlich gestürzt.

Ich hab an diesem Tag ein ganz lieb verarztetes Kind, ziemlich lädiert zurückbekommen :(!
Die Hand schlimm aufgeschlagen, das Knie blutig, der komplette linke Arm aufgeschürft….
Oh je dachte ich mir und Elias hat auch beim duschen ziemlich Theater gemacht…

Was hier in Indien echt wichtig ist, Wunden nach dem Duschen noch mit Trinkwasser zu reinigen, weil einfach im Leitungswasser zu viele Bakterien sind.

An nächsten Tag liessen wir die Wunden im Krankenhaus nochmal reinigen. Mit Wattestäbchen, Pinsette und Desinfektionsmittel sollte sich Elias über einen Eimer beugen in dem schon allerlei “Verarztungskram“ drinnen lag! Einzelheiten möchte ich euch gerne ersparen… Elias hat das alles genau begutachtet und konnte auch der Krankenschwester beim herumpopeln gut zusehen.

Für mich war das bei 40 Grad bissel zu viel…!

Ich hab dann draussen gewartet und bekam mein Kind mit, “your son is more brave than you!“, und dicken Verbänden zurück!

Es braucht sich keiner mehr Sorgen zu machen, die Verarztung und die Wundheilung waren super, obwohl es wirklich schlimm aussah.
Nun nach vier Tagen ist alles bestens verheilt :)!

Am Abend wurde ich angesprochen, das Elias mit seinem Freund nun auf Facebook zu sehen ist…
(Hab ich meine Erlaubnis dazu gegeben? Nein, aber ok ;)!)

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16.04.15

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Wir haben uns mal einige Tage Auszeit vom Ashram genommen und sind mit unserer wirklich herzigen Schweizerin, die am Sonntag leider wieder zurück fliegt, gestern relativ spontan nach Kovalam gefahren.

(Sie will dort auch eine Bekannte treffen, aber wir könnten gerne mit! Und mir wäre der Abschied zu schwer gefallen und Elias mag Silpa auch sehr.)

Dort wohnen Elias und ich, zwar in totalen Touristenviertel, aber Mitten am Strand und der Traum überhaupt über uns thront ein wunderschöner Leuchtturm.

Die Anreise war ziemlich unspektakulär, da wir uns einfach ein Taxi geteilt haben. Aber der Aufbruch aus dem Ashram hatte es in sich…
Pass organisieren, Geld trotz Feiertag bekommen und wie läuft das mit der Anmeldung für die Tour? Vielleicht lieber doch im Ashram bleiben, weil der Organisationsaufwand so viel ist?
Ich hab jemand ganz lieben im Ashram gefunden, Sie wird mich aanmelden und würde auch noch den Restbetrag auslegen, da ich wegen des Feiertages nur eine geringe Menge am Automaten bekommen habe. Und den Rest ob es klappt oder nicht muss ich hier im Ashram wohl Amma überlassen.
Gestern wollte ich dann eigentlich ganz früh aufstehen und am Morgen die Homa

(Feuerzeremonie) zu Happy Vishu (Neujahrsfest in Kerala) mitbekommen, aber leider mit meinem Gedankensalat und dem langen packen habe ich den Wecker nicht um 4:30 Uhr gehört!
Etwas später konnten Elias und ich aber noch den geschmückten Tempel sehen und den Elefanten. Das absolute Highlight war, das die Kinder um Ashram den Elefanten füttern durften…. soo toll!

Bei unserer Ankunft hier in Kovalam waren die Wellen sehr milde und Elias und ich sind gleich ins Meer gesprungen. Endlich Meer zum Baden, obwohl wir als Westler schon die Blicke auf uns ziehen, was ich nicht als angenehm empfinde.

Heute sind wir am späten Vormittag lange durch die Pampa spaziert was sehr schön war! In der Stadt haben wir nach einem Geldautomaten gesucht und keiner funktionierte. Dachte ich!!!
Nach über drei Stunden in der Hitze herumlaufen, gingen wir erfolglos zurück :(!

Wie ich meiner Kreditkartenbank dann eine Email geschrieben habe stellte sich heraus, dass das Verfügungslimit erreicht ist!
Was ist den bitte ein Verfügungslimit? Kann es nur erahnen…
Puh dann mal schnell zum Telefon gegriffen…. Morgen Abend kann ich wohl wieder über Geld verfügen ;)!
Bis dahin bleiben mir 200 Rupee, womit ich hier im “teuren“ Kovalam, höchstens zwei Orangejuce bekomme…
Aber auch da gibt es erstmal eine Lösung…! Silpa unsere liebe Schweizerin hilft uns aus …

Die Fotos zeigen unsere Aussicht beim Frühstück 🙂

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Seva and Dolphins

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Vor einigen Tagen sind wir mit der Rikscha zum Dolphin Beach gefahren…

JUHU und wir haben Delfine gesehen! Wunderschoen immer wieder sind sie aufgetaucht und langsam ist die Sonne dabei untergegangen. Superschoen und sehr ruehrend!

Die letzten Tage haben wir mit Seva in der Kueche verbracht. Bei Hitze in der Kueche stehen und abtrocknen, das kann nur KARMA ohne Ende verbrennen ;). Elias hat gestern Pesto gemacht und Abends gab es dann fuer ihn natuerlich Nudeln mit „seinem“ Pesto. Das Pesto hier im Ashram wird aber mit Koriander zubereitet, anders jedenfalls wie bei uns.

Heute hat er mit Brotteig kneten geholfen und anschliessend rollten wir 152 Pizzen aus! PUH heiss und ziemlich geschafft…

Aber zu dem was ich heute gesehen habe ist das wohl Zucker schlecken…

Wir sind heute eine Runde durchs Ashram gegangen und haben in der Recyclingstation beim Muellsortieren zugesehen…

Wahnsinn, entsorgtes Zeitungspapier wird zusammengelegt und steng nach Farbe getrennt. Bioabfall wird ins kleinste Detail zerlegt und teils kompostiert! Erstaunlich war allerdings das es teils sauberer war wie in der Kueche… Puh da habe ich heute beim abtrocknen eine Spinne getroffen die (wirklich ohne Uebertreibung) handteller gross war… ich dachte mein Herz bleibt stehen! Irgendwie haben wir das Tier dann nach draussen geschickt… (Uarg morgen ist sie bestimmt wieder da)!

Ob wir nun mit auf Tour gehen oder weiterreisen… In dieser Entscheidung bin ich noch immer nicht weiter…

Mal sehen…

Amritapuri again

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Seit ueber einer Woche sind wir nun wieder in Ammas Ashram. Hier wieder „anzukommen“, war gar nicht schwer… Viele haben auf uns schon gewartet und uns wieder begruesst.

Elias hatte hier einen sehr schoenen Geburtstag. Ich hab ihm einen tollen Kuchen bestellt und jeder der uns kannte hat irgendwie mitgewirkt, ihm eine Freude gemacht, gratuliert und ihn hochleben lassen… Ein Highlight als Geschenk ein ferngesteuertes Auto und Luftballone sowie eine sparkling Lotusflower und ein Periyar Elefantenshirt und natuerlich Suessigkeiten. Fuer Elias wirklich ein gelungener Tag, 35 Grad und am vormittag schon im Pool gewesen.

Seit kurzem gibt es hier an manchen Tagen eine Stunde in der ein Pool geoeffnet hat. Elias liebt diese Zeit und wann immer wir es schaffen gehen wir ins Wasser!

Wir machen verschiedene Sevas und so vergeht die Zeit….

In meinem Kopf haeufen sich nur wieder die Gedanken… Gedankenkarussel von den Dingen die mich zuhause auch begleitet haben…

Hinzu kommt noch die Frage, ob wir auf Amma noch warten sollen, die aber erst Anfang Mai wieder ins Ashram zurueckkehrt.

Oder sollen wir eine Woche mit auf Ammas Nord Kerala Tour gehen?

Mal sehen, es wird sich weisen… Die letzten Tage begleiten mich auch Heimweh und gelueste danach mal nicht so unendlich schwitzen zu muessen, nach etwas mehr Sauberkeit, nach Wuerstl mit Kraut und Kaese….

Gestern war ich beim Astrologen, was sehr interessant war!

Ich denk an euch…

What goes around comes around – Thema Müll Teil 1

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Die Problematik mit dem Müll…
Der Müll ist in ganz Indien ein ziemliches Problem. Während die Stadt Alleppey relativ schmutzig ist und der Müll an jeder Ecke zu finden ist, gibt es doch wohl schon eine Initiative gegen den ganzen Plastik Konsum. In vielen Geschäften gibt es leichte Stofftüten und mancherorts konnte ich am Strand auch Inder sehen, die sich zumindest für Plastikflaschen am Strand bückten und diese sammelten.

Ich freute mich sehr als ich von unserem Homestay aus sah, wie jemand am Strand den Müll zusammenrechte… Mit der verheerenden Erkenntnis, er rechte ALLES ins Meer :(.

Zur gleichen Zeit ging eine Frau die neben uns wohnte mit ihrem Hausabfall zum Meer vor und schüttete ihn einfach hinein… zuvor hatten sie Speisereste und Gemüseabfälle den Hunden, Krähen und Hühnern überlassen.

Immer wieder überkommt mich in solchen Situationen ein komisches Gefühlt. Klar was sollen sie tun? Müllverbrennung und Entsorgung sucht man vielerorts vergebens! Gibt es dafür aber kein Bewusstsein?
Weil das der Müll wieder kommt sehen sie ja auch…
Was geschieht in ein paar Jahren mit der wunderschönen Natur hier? Alles vermüllt? Backwater verschlammt, vertrocknet weil soviel Müll darin ist?

In den Backwatern, es wird darin gefischt, gewaschen, geduscht, getrunken, reingemacht und zum putzen verwendet. Sobald das Wasser steht bildet sich eine eklige
Kloake.
Auch im Wasserbecken für die Teeplantagen war Müll zu sehen.

An anderen Stellen gehe ich durch wunderbaren Kardamonduft und kurz darauf stinkt es nach brennendem Plastik!

Am letzten Tag in Alleppey war ich nochmal baden im Meer und stellte nach einem kurzen Aufenthalt im Wasser fest, das ich leichte schwarze Flecken auf meiner Haut hatte, die auch drei Tage später mit Wasser und Seife noch zu sehen waren! Vielleicht Öl oder Benzinreste von den Booten aus den Backwatern?

Ein halber toter Delfin oder ein ziemlich grosser Teil eines Fisches wurde auch angespült, der viele verschiedene Fischnetze und Weile um sich gewickelt hatte :(!

In Kumily gibt es eine Müllabfuhr und das Städtchen ist deutlich vom Müllbefreiter, von “sauber“ im europäischen Sinne immer noch weit weg, aber auf einem guten Weg um indisch sauber zu sein ;).
Zuerst erzählte mir der Tuktukfahrer davon, das es hier eine Müllentsorgung gibt! Worauf ich schon nachfragen musste, “im Meer oder?“! Er lachte und versicherte mir in Kumily gäbe es eine Entsorgungs- und Weiterverarbeitungsstelle!
Also ist da wohl doch ein Bewusstsein für Müll und die Umwelt (so interpretiere ich zumindest sein lachen)!

Generell spreche ich hier gerade von Indern die ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können…

Mit der Armut und dem Müll, das ist nochmal eine ganz andere Geschichte…