8. – 12. Maerz

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Heute ist Donnerstag und seit Sonntag sind Elias und ich nun im Ashram in Amritapuri. Es ist, soweit ich richtig informiert bin, der einzige Ashram in Indien der einen weiblichen Guru hat. Amma ist die Person zu der hier aufgeschaut wird, fuer die gesungen und gebetet wird. Momentan ist sie leider nicht im Ashram sondern auf Tournee im Norden von Indien. Sie verteilt Darshans (Umarmungen) an jeden der es will und braucht… Sie hat schon viele Buecher geschrieben ueber das Leid der Welt und auch das Leid in Indien. Sie hilft mit Spenden, packt aber auch selbst mit Taten an… Ich hab schon mit einigen Leuten gesprochen, die auch hier Leben und es ist momentan hier wohl sehr entspannt, da Amma nicht da ist. Sonst sind hier wohl viele tausend Menschen unterwegs und auf alles muss man sehr lange warten. Von alle dem bekommen wir nichts mit, es ist ruhig, entspannt und ueberall findet man Platz, egal ob zum essen oder zum meditieren.

Wie wir hier am Sonntag ankamen, ein Ashramtaxifahrer brachte uns vom Homestay hierher, war ich zuerst etwas skeptisch ob wir uns hier wohlfuehlen werden…

Unser Zimmer welches nur aus zwei, wirklich schmutzigen Matratzen besteht und aus Dreck, sowie einer versifften Toilette und einer Dusche, die mehr an die Wand spritzt, als auf einen wen man darunter steht und orangenes Wasser… und Kopfschmerzen, mal wieder vom nichts drinken….

Seit dem ist viel passiert unser Zimmer ist mit Bettwaesche und unseren Sachen, Kerzen und Raeucherstaebchen wohnlich geworden… Elias hatte von Anfang an keine Probleme damit – ein super Reisekind!

Jeden Tag „gehen wir arbeiten“, das Ashram lebt von freiwilliger Arbeit und es ist schon auch sehr erwuenscht das man mit den sogenannten Seva s seinen Tag berreichert und der Allgemeinheit was Gutes tut.

Ich stelle mit Elias im Ecoshop Himalayasalz her… aus grossen rosa Steinen, die dem Rosenquarz sehr aehnlich sehen, klopfen wir daraus feinen Puder! Schweistreibene Arbeit bei der Hitze, aber alle sind so nett und die Atmosphaere hier ist einfach sehr harmonisch und was hier verkauft wird ist interessant und 100 % oekologisch.

Wir moegen das Essen… Im Preis waere morgens, mittags und abends Reis mit inbegriffen… aber dreimal am Tag scharfer Reis? Davon kann ich Elias nicht ueberzeugen und ich mag am morgen auch nicht wirklich Reis…

Fuer uns ist eine gute Alternative da, morgens essen wir in der Western Cantine Toast oder Pancake fuer einen kleinen Preis. Mittag INDISCH und am Abend sucht sich Elias wieder etwas aus der western Cantine aus….

Er mag mittlerweile auch sehr gerne Reis mit Currysauce… Heute Mittag verlangte er sogar nach einem Nachschlag!

Die Abende sind hier sehr schoen und die Sonnenuntergaenge unbeschreiblich, wenn die Sonne im Meer versinkt. Jeden Abend kann man sich dort zu einer stillen Meditation zusammenfinden und die Sonne beim untergehen beobachten… Da sitzen dann, viele Menschen in weiss gekleidet auf Steinen vor dem Meer und schweifen in die Ferne. Anschliessend finden Gesaenge statt. Fuer Frauen im Tempel und es ist wunderbar der so anderen Sprache zuzuhoeren und es zu fuehlen! Zum Schluss geht das Licht aus und alle stehen auf gemeinsam wird dann ein Schussmantra gesungen, die grosse Glocke laeutet und der Tempel wird beraeuchert… Dann erst gibt es Abendessen (20 Uhr).

Es ist eine ganz aussergewohnliche Atmosphaere hier und Menschen aus aller Welt kommen hierher zu „Amma“.

Immer wieder Treffen wir auch Deutsche und ich hab das Gefuehl das viele gute Gespaeche stattfinden koennen. Von meinem anfaenglichen etwas skeptischen Eindruck ist nichts mehr zu spueren..

https://i0.wp.com/www.southindiasangamam.co.uk/wp-content/uploads/2012/10/amma.jpg.

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Über susanneindia

Auf der Suche nach Inspiration für mein weiteres Leben! Mittlerweile, leider aber wahr über 30 Jahre! Stolze Mama eines aufgeweckten Sohns, der nicht mehr allzulange Zeit hat bevor die Schule beginnt! Jobtechnisch ziemlich gebeutelt und in einer ziemlichen Krise! Es war mal mein Herzblut, nur wo ist das hin! In mehreren Beziehungen kläglich gescheitert... Aber das gehört wohl zum Leben dazu! Somit führe ich mit meinem Sohn ein ziemlich selbstbestimmtes und eigenstängiges und unabhängiges Leben... Wobei meine emotionale Unabhängigkeit noch ausbaufähig ist... Und sonst, würde es noch einiges über mich zu sagen geben, aber das erfahrt ihr sicherlich in meinem Blog, natürlich nur wenn ihr ihn regelmäßig lest...

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