Für indische Verhältnisse früh am Morgen durften wir uns in der Küche am frischen Frühstück bedienen. Heiss aus der Pfanne kamen extra für uns “Pfannenkuchen indische Art ;)“! Vom Teig her ziemlich dunkel und so als wären sie mittig mit Honig gefüllt. Sooo lecker! Als wir die Hausherrin und Köchin dafür lobten, bekamen wir geschwind noch welche für die Fahrt mit eingepackt.
Mit einem etwas besseren Tuktuk ging es erst mal nach Kochi, der Verkehr war der Wahnsinn und die Fahrweise aller Beteiligten auch ;)! Klar das Indien ziemlich viele Verkehrstote jedes Jahr verzeichnen muss, aber fast ein Wunder das nicht noch mehr passiert bei dem was alles auf den Strassen sich bewegt!
5 Leute auf einem Mopet ist an der Tagesordnung. Schon die Kleinsten nehmen am Verkehr teil, dass der Kleine vielleicht knapp zwei Jahre alt ist und auf den Schultern von Vati sitzt und mir dabei noch zuwinkt, während Mutti sich um den wehenden Sari kümmert, ist für meine Augen und mein Sicherheitsbedürfnis fast eine Spur zu hart! Hier ist es Realität!
Wir steigen irgendwo im Verkehrschaos in eine Bus um, der uns an die abgelegensten Stelle des Backwaters bringt. Mit einem kleinen Boot fahren wir durch die Wasserarme und kommen schliesslich auf eine ganz kleine Insel (der Name leider für mich unaussprechlich). Dort Leben nur knapp 100 Personen, und wir bekommen einiges über Pflanzen und ihre Heilkräfte erklärt. Elias lässt sich eine bestimmte Art Muscheln aufschwatzen, die hier gefangen werden, für ihn natürlich less Spice ;)! Frischer “fisch “ gehüllt in frische Bananenblätter mit einem Blatt als Löffel, sehr lecker kann ich nur sagen, doch wo das “less“ von Spice hingekommen ist? Keine Ahnung ;)!
Wir fuhren noch ne Weile und bekommen dann schliesslich Mittagessen auf dem Boot serviert! Und unsere leere Wasserflasche wurde freundlichst aufgefüllt… Uha! Aus irgendeinem komischen Behälter. Diskussionen machten sich breit und um den “Reiseleiter“ nicht zu enttäuschen steckte ich es dankend ein und musste es noch irgendwie Elias erklären… Der Durst hatte und nicht verstand warum wir dieses Wasser nicht trinken!
Wir stiegen dann noch auf ein wirklich kleines Boot um, welche wir mit sieben Personen schon fast überluden…
Der Inder durfte mit seinem Bambusstock ganz schon rudern und wir mussten ziemlich auf unsere Köpfe achtgeben, weil wir einfach durch so kleine Wasserstrassen fuhren! Es war echt herrlich, so viele farbige Vögel, riesige Bananenpalmen, leider auch ganz viel Plastikmüll, interessante Behausungen und immer wieder interessierte Menschen, die nach uns den Kopf steckten.
Meine Kopfschmerzen wuchsen ins unermessliche und Elias sein Durst auch… Aber wir waren beide tapfer und nach einem Tee den ich (“unfreundlicherweise“) gelehnt habe, da die Muscheln wohl schon genug Unbekanntes für meinen Magen enthielten, wollte ich nicht auch noch ein Tee der direkt am oder aus dem Backwater zubereitet wurde das Tüpfelchen auf dem i aufsetzen!
Endlich konnten wir das Wasser kaufen und mussten dann noch direkt neben der Strasse auf unseren Bus warten, der einen von unserer “Reisegruppe“ ins Krankenhaus gebracht hat, da er vom Essen einen allergischen Schock bekam!
Total nett, er wurde von unserem Bus chauffiert und der Reiseleiter begleitete Ihn.
Für nur 800 Rupien ( Ca. 10€) wurde er wieder mit verschiedenen Infusionen hergestellten!
Wir warteten alle geduldig an der Strasse und selbst Elias sass mit einer Packung Chips, dreckig, verschwitzt und staunend neben mir. Zuhause würden wir uns nie neben die B12 setzten und warten was passiert… hier schon und geduldig auch noch!
Der Bus kam, mit dem Reiseleiter und dem “geheilten Allergiker“, mit Bus und anschliessender Tuktuk Fahrt traten wir die Heimreise zu unserem Homestay an.
Ein anstrengender aber sehr schöner Tag, dennoch verfolgt mich Segeln ganz oft in meinen Gedanken und ich stelle mir vor, wie es den gewesen wäre das alles auf eigenem Kiel zu erkunden…
Mär6