Der Morgen fing mit Roti und irgendetwas Gekochtem wieder sehr vielversprechend an.
Zuerst wusste ich nicht, wie und was genau wir heute unternehmen wollten, Doch mit etwas nachfragen und recherchieren kreierte ich uns einen guten Ausflug mit Hilfe von Sheeba dem Hausherren, der uns auch gleich einen perfekten Tuktukfahrer (Rafi) mit auf den Weg gab!!!
Zuerst bekommen wir eine nicht ganz so rasante Fahrt, den er hatte auch Zeit sich mit mir zu unterhalten und zeigte mir auf der Fahrt u.a. eine der grössten Wäschetrockenplätze, ein grosses Kreuzfahrtschiff, bis hin zu Obst das ich nicht kannte! Belanglos fragte ich nach, er stoppte sein Gefährt und sprang hinaus, holte es und zeigte es mir bzw. gab er es mir zum probieren :)… an einer Stelle standen einige Männer unter einem Baum und immer wieder fingen sie etwas auf… Lustig mit an zu sehen!! Unser Taxi hielt an und er schwatze den Männern einige ab! Sahen aus wie Kirschen, wachsen aber zu mehreren zusammen an einem Ast, färbten violett auf die Finger ab, obwohl das Fruchtfleisch weiss war und der Geschmack ist ähnlich einer Zitrone… wirklich Interessent, aber für mich auch nicht wirklich lecker!
Dann haben wir noch eine der Kokosnuss ähnliche sehende Frucht probiert. Aussen komplett schwarz, mit ganz harter Schale, dann eine weiche helle Schale, die eine heiden Arbeit zum entfernen macht. Die Frucht innen, so weiss wie eine Lichi von innen nur ganz hart. Auch nicht lecker ;).
Doch zurück zu unserem Ausflug… Wir sahen Elefanten 🙂 🙂 :).
Für Elias endlich, endlich, endlich!!!
Rafi führte uns zu Fuss langsam und bedächtig, immer wieder mit anderen indischen Männern sprechend, daran vorbei! Elias war überwältigt und ich auch… da war ein Elefant mit 50 Jahren dabei…
Die Elefanten hatten sich heute schon eine Pause verdient, weil sie wohl bei dem Tempelfest herumgelaufen sind.
Rafi zeigte uns den Tempel…
Wenn man sich in Deutschland viele Menschen vorstellt und es heiss ist, dann ist das in Deutschland echt ein Witz gegen das hier! Mit dem kleinen liebevollen Unterschied, hier verbreitet keiner schlechte Laune, ist genervt oder mosert in der Gegend herum.
Ich bin echt zutiefst von diesem Fest beeindruckt und wie die Menschen darin waren! Elias und ich ganz offensichtlich und ziemlich auffallend die EINZIGE Weissen…
Wir durften uns alles ansehen und vorsichtig fragte ich nach ob ich den auch ein Foto machen dürfe! No Problem! Den dieses Bild, wo 1000 von Menschen in bunter Kleidung den kompletten Tempel entlang stehen für etwas zu Essen, muss ich festhalten.
Keine Ahnung wie es genau gegangen ist, irgendwann stellte uns der Taxifahrer in eine Schlange und meinte, wir würden uns gleich wieder sehen….
(Ok, bissl Gottvertrauen, den weg war er eh schon…)
Kurz drauf, hatte ich einen Plastikaluteller in der Hand und bekam auch schon einen Schöpfer Reis darauf… und überall wo ich meinen Teller hin hielt (nur mit der rechten Hand 😉 ) bekam ich etwas darauf.
Wie ich noch nach einem Platz zum Essen für Elias und mich schaute, nickte mir Rafi auch schon wieder zu (wo kam der den her und was hatte er gemacht?).
Wieder nur mit der rechten Hand, versuchte ich möglichst gekonnt den Reis mit Sauce und allem drum und dran möglichst ästhetisch aussehend in meinen Mund zu bekommen… und musste dabei feststellen, das die Frauen in ihren tollen Saris mit ihren hübschen dunklen Gesichtern und tollen Haaren, auch gar nicht so fein dabei aussehen! Die matschen richtig im Teller herum, und eine total verschmierte Hand und wenn etwas dabei ist, was nicht in den Mund gehört, wird es ziemlich unschön herausgeholt…
Elias gefielen die Sitten bei Tisch und er formte Reisbällchen 😉 (wobei Reisbatzen, es eher beschreiben würde) 😉
So lecker, so freundlich und anders alles!

Zum Schluss den Waste in einen Riesen Alukorb geworfen und dann gab’s auch für uns eine Nachspeise zum Trinken ;)!
Flüssiger als Milchreis, leicht bräunlich und mit vielen Gewürzen. Im Mund zuerst etwas befremdlich, lauwarme Stückchen (um nicht zu sagen Bröckchen) zu trinken, aber auch sehr sehr lecker!
Hände waschen und wieder raus aus dem Tempel, an den Massen vorbei.
Zu der Musik und den Gesängen im Tempel, hab ich noch gar nichts gesagt, aber die Situation mit dem Essen war einfach so überwältigend ;).
Rafi zeigte uns so viel und liess uns dann auch noch am Fährensteg aussteigen, zuvor haben wir noch kurz einen Shop angefahren, welcher echt schöne “Schnitzerreien“ verkauft!
Die Fähre verbindet hier Ernakulum und Kochin Fort und noch zwei andere Landzungen!
So fuhren wir auch noch mit der Fähre hin und her und haben auf dem Rückweg zwei sehr nette deutsche Mädels kennen gelernt. Mit ihnen gingen wir noch etwas Essen, bzw. Elias teilte sich mit einer eine Pizza, da das Mädchen wohl einen sehr empfindlichen Magen hatte und ich war mir mit der anderen einig, was indisches muss her ;)!
Wir unterhielten uns gut und stellten fest, das die Pizza wie in Italien riecht, (schmecken kann ich nicht beurteilen, da ich sie ja nicht gegessen hab). Elias hatte einen Ansprechpartner, wo er endlich alles gerade erlebte ausspeichern konnte und auch sinngemässe Antworten dafür bekam.
Nach einer nicht zu langen aber netten Zeit zog wieder jeder in seine Richtung… auf uns wartete eine Dusche und auf die Mädels das Taxi für den Nachtbus!
Ach ja und Holi war heut auch noch… bissl Farbe haben wir auch abbekommen :).
Auf den letzten ziemlich heissen und anstrengenden Metern, trafen wir zufällig Rafi und Elias durfte, in einer Seitengasse, (Herr im Himmel, ich mach die Augen lieber zu), das Tuktuk auf dem Schoss nach Hause fahren… oh hat der gestrahlt und wild gehupt hat er auch ;)! Ich bin mir sicher, Elias will kein Feuerwehrmann mehr werden wenn er gross ist, sonder Tuktukfahrer!!!
Ziemlich geschafft hat uns dieser Tag und ausser Uno und chillen haben wir ihn ruhig beendet. Die Tage sind fast unerträglich heiss, knappe 40 Grad und die Nacht bringt kaum Abkühlung.
Elias schwitzt in der Nacht vor Hitze und wahrscheinlich auch von den vielen Eindrücken unter Tags! Aber er geht jeden Abend ganz Happy ins Bett und sagt, “Mama, heut war ein schöner Tag!“